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2019-11-14 Feuerross – der amerikanische Eisenbahnbau

Am 9. Mai 1869, vor 150 Jahren, wurde mit dem Einschlagen eines goldenen Schienennagels in der Wüste von Utah die erste transkontinentale Eisenbahnlinie der USA vollendet. Dieses Ereignis stellte nicht mehr und nicht weniger als die verkehrsmäßige Vereinigung Nordamerikas dar; Ost und West waren bis dahin von endlosen Prärien und der Rocky-Mountain-Barriere getrennt gewesen. Der unter unendlichen Strapazen und Menschenopfern angelegte, über 3.000 km lange Schienenstrang wurde zum sozialen und ökonomischen Bindeglied einer noch immer auf unsicheren Füßen stehenden Staatengemeinschaft.
Der Schienenweg von Ost nach West verkürzte die Durchquerung des Kontinents von 5 Monaten auf weniger als zwei Wochen. Es war der endgültige Durchbruch für die Besiedelung der Großen Ebenen des amerikanischen Westens.
Für Jahrzehnte wurden die Gleise der Eisenbahn, die sich wie ein Spinnennetz ausbreiteten, zu stählernen Lebensadern der wachsenden amerikanischen Nation.

In seinem Vortrag umreißt Dietmar Kuegler die Geschichte der amerikanischen Eisenbahnen, ihren Aufstieg und ihren Niedergang. Er geht auf die technischen Entwicklungen ebenso ein wie auf die sozialen, politischen und gesellschaftlichen Wirkungen. Auch die abenteuerlichen Aspekte kommen zur Sprache – die Anlage der Schienenwege in den wildesten Regionen Nordamerikas, die „Hölle auf Rädern“, die weiten Teilen des amerikanischen Westens ihr Gepräge gab, und die Eisenbahnräuberei.

Dietmar Kuegler ist Nordamerikanist und Publizist. Autor von über 60 Büchern und mehr als 2.000 Artikeln zur amerikanischen Westbesiedelung. Seit 43 Jahren ist er Verleger und Herausgeber des MAGAZIN FÜR AMERIKANISTIK, des ältesten Periodikums für amerikanische Geschichte in Europa.

Datum: 14.11.19
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Art: Vortrag mit Bildern
Referent: Dietmar Kuegler
Ort: Englisches Seminar der Universität Kiel, Leibnizstraße 10 / 2. OG, Raum 225
Eintritt: frei

 

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