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2018-10-25 Theodore Roosevelt und die amerikanischen Nationalparks. Bewahren, nicht zerstören.

Datum: 25.10.18
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Art:
Vortrag
Referent:
Dietmar Kuegler
Ort:
Hermann Ehlers Akademie, Niemannsweg 78, 24105 Kiel
Eintritt: 5,- EUR (erm. 3,- EUR); Mitglieder 3,- EUR

 

Er gilt als einer der bedeutendsten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Mehr noch: Theodore Roosevelt wird von Chronisten als „der erste grüne Präsident“ der USA bezeichnet. Kein Politiker vor oder nach ihm hatte eine engere Bindung an die natürlichen Wunder und Schönheiten der Wildnis Nordamerikas.

Die Geschichte des Naturschutzes in den USA begann allerdings schon vor ihm. Die Geburtsstunde der Nationalparks, die heute vielfach als „Amerikas beste Idee“ bezeichnet werden, schlug 1872. Mit dem Yellowstone-Gebiet im Nordwesten des Bundesstaates Wyoming wurde das weltweit erste Schutzgebiet dieser Art geschaffen.

Unter Theodore Roosevelt, der zwischen 1901 und 1909 amtierte, wurde der Naturschutz Teil der Staatsraison der USA. Er wurde nicht müde, die Amerikaner davor zu warnen, die natürlichen Schätze ihres Landes als unerschöpflich anzusehen. Die Naturwunder Nordamerikas waren für ihn „die Romantik meines Lebens“.

1916 wurde der Nationalpark Services gegründet; die Voraussetzungen dafür hatte Roosevelt in die Wege geleitet. Damit wurde der Schutz natürlicher Ressourcen institutionalisiert und der Beruf des Rangers als Schutzpatron und Bewahrer der Natur geschaffen. Etwa 22.000 Ranger kümmern sich um derzeit 60 Nationalparks, 130 Nationalmonumente sowie 154 Nationalforsten.

In seinem Vortrag schildert Dietmar Kuegler das Leben dieser ungewöhnlichen, exzentrischen Persönlichkeit und Roosevelts immensen Einfluss auf die Nationalparkidee. Er berichtet über die Gründung des Nationalpark Services und die Entstehung des Berufsbildes des Rangers als Anwalt des erdgeschichtlichen Erbes und der historischen und kulturellen Traditionen der Menschheit. Die USA wurden damit zur Keimzelle des Naturschutzgedankens, der sich weltweit ausbreitete und bis heute in über 100 Nationen zu mehr als 1.200 Nationalparks geführt hat.

Dietmar Kuegler, Jg. 1951, ist Nordamerikanist und Publizist. Autor von ca. 60 Büchern und über 2.000 Artikeln zur Geschichte der amerikanischen Westbesiedelung. Seit 42 Jahren ist er Verleger und Herausgeber des MAGAZIN FÜR AMERIKANISTIK.

 

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